Allgemein

  • Because Internet

    Because Internet

    Die Tagung Because Internet am Institut für Kunst und Kunsttheorie der Universität Köln untersuchte die aktuellen Bedingungen des medienkulturellen Wandels nach dem Internet und die damit verbundenen Konsequenzen für kunstpädagogische Praxis und kulturelle Medienbildung.

    Hier ein kleiner inhaltlicher Einblick in den von mir angebotenen Workshop:

    #dolphins – Social Tagging und seine Potenziale für eine postdigitale Kunstpädagogik 

    Die Macher von Steve: The Museum Social Tagging Project waren 2006 nicht wenig von der Reaktion der User*innen ihrer digitalen Anwendung überrascht.

    (mehr …)
  • KUNST. TRASH. ALLTAG. Eine Erkundung zeitgenössischer Bildästhetiken im Netz

    KUNST. TRASH. ALLTAG. Eine Erkundung zeitgenössischer Bildästhetiken im Netz

    Seminar im Wintersemester 2017/2018 am Institut für Kunstpädagogik der Goethe Universität Frankfurt, Bereich Neue Medien

    Im Jahr 1967 erschien mit The Medium is the Massage [Message] von Marshall McLuhan, ein wegbereitender Schlüsseltext der Medientheorie.

    Er Argumentiert in diesem, dass es für ein angemessenes Verständnis davon, was mediale Neuerungen für soziale wie individuelle Befindlichkeiten bedeuten, nicht ausreichend sei, sich nur mit den medial vermittelten Inhalten zu beschäftigen. Technologische Umwälzungen veränderten stattdessen die menschliche Wahrnehmung strukturell und wirkten sich damit massiv auf das Bewusstsein und das Weltverständnis des Einzelnen aus. McLuhan formuliert in diesem Sinne: „Wir formen unsere Werkzeuge, und dann formen die Werkzeuge uns.“

    Diese Thesen McLuhans scheinen in den letzten Jahren, angesichts der Bedeutung, die das Internet durch mobile Geräte und Soziale Online-Netzwerke auf nahezu alle Lebensbereiche hat, nur noch an Relevanz gewonnen zu haben. Aber was bedeutet das für die Wahrnehmung und den Umgang mit medialen Bildern für uns als Beobachtende und Gestaltende?

    Im Zuge des Seminars soll auf explorative Art und Weise der Versuch unternommen werden, McLuhans Thesen in der Auseinandersetzung mit zeitgenössischen Medien und den durch das Internet geprägten spezifischen Bildkonventionen zu kontextualisieren.

     

  • #YOLO. Zum Aneignen, Variieren und Verbreiten digitaler Bilder als ästhetische Alltagspraxis Jugendlicher 

    #YOLO. Zum Aneignen, Variieren und Verbreiten digitaler Bilder als ästhetische Alltagspraxis Jugendlicher 

    Mein Seminar im Sommersemester 2016 an der Kunstakademie Münster beschäftigt sich mit digitalen Bildhandeln Jugendlicher und junger Menschen im Internet.

    Hier ein Auszug aus der Ankündigung:

    Das Wort des Jahres 2015 ist laut Oxford Dictionary ein Emoji: Freudentränen!

    Passend dazu argumentiert Hanno Rauterberg in seinem Text Unser drittes Auge  (dafür, angesichts der durch veränderte Kommunikationsweisen im Internet entstandenen neuen Öffentlichkeit, von einer neuen ‚Äuglichkeit’ auszugehen, die die etablierten sprachlichen Äußerungsformen in ihrer Dominanz relativiere.

    Vor diesem Hintergrund lässt sich argumentieren, dass sich in nur wenigen Jahren das Verhältnis der westlichen Gesellschaften zum Bild maßgeblich geändert hat. Am deutlichsten bildet sich diese Veränderung anhand des alltäglichen Umgangs Jugendlicher mit visuellem Material ab.

    Bilder werden massenhaft produziert, online geteilt, verlinkt, geclustert. Sie werden zu Rohmaterial in den lustvoll dekonstruktiven Prozessen von Remix und Mashup, sie werden kuratierend aufbereitet und vor allem werden – in Anbetracht der medial gegebenen Möglichkeiten – exponentiell verbreitet und massiv vervielfältigt.

    Das Herstellen, Bearbeiten, Verfremden und Veröffentlichen von Bildmaterial, das bis vor wenigen Jahren ‚Profis’ vorbehalten war, nimmt heute einen selbstverständlichen Teil im Alltag Jugendlicher ein. Diese, erstmals von breiten Bevölkerungsschichten getragene, gestalterische Praxis lässt sich nach Jean Burgess und Limor Shifman als eine Form digitaler Folklore verstehen.  Aber wie sind die so gefassten Phänomene mit Blick auf die Frage nach der Bildkompetenz in Rezeption und Produktion zu beurteilen, die mit diesen einhergeht, und die, entsprechend der staatlichen Vorgaben für den Kunstunterricht, im Vordergrund eines kunstpädagogischen Interesses stehen sollte? Welche neuen Bildgenres entstehen in diesem Zusammenhang? Wie lassen sich diese aus bildwissenschaftlicher Sicht beschreiben und kategorisieren?

    Und nicht zuletzt: In welchem Verhältnis stehen diese Formate, die, folgt man der Argumentation Rauterbergs, heute den Staffelstab der künstlerischen Avantgarde aufnähmen und „autoritäre Verhältnisse ins Wanken“ brächten, zu zeitgenössischer künstlerischer Praxis? Fragen, deren sich kunstpädagogisches wie künstlerisches Handeln mit Blick auf die nahe Zukunft gewahr sein sollte und die im Rahmen des Seminars anhand der Beschäftigung mit fachwissenschaftlichen Texten und aktuellen Online-Phänomenen behandelt und diskutiert werden sollen.

  • This image is [not] available in your country- Zum Aneignen, Variieren und Verbreiten digitaler Bilder als ästhetische Alltagspraxis Jugendlicher

    This image is [not] available in your country- Zum Aneignen, Variieren und Verbreiten digitaler Bilder als ästhetische Alltagspraxis Jugendlicher

    Mein Seminar zur digitalen Alltagspraxis Jugendlicher an der Kunstakademie Münster beschäftigt sich im diesem Wintersemester 2015/2016 vor allem mit der Frage nach den gesellschaftlichen und politischen Implikationen, die mit den neuen Formen politischer Teilhabe in einer digitalisierten Gesellschaft einhergehen. Dabei spielt der Umgang mit Bildern eine erhebliche Rolle.

    „Das Verhältnis der westlichen Gesellschaften zum Bild hat sich in wenigen Jahren maßgeblich geändert. 

    Am deutlichsten bildet sich diese Veränderung anhand des alltäglichen Umgangs Jugendlicher mit visuellem Material ab. Bilder werden online geteilt, verlinkt, geclustert, sie werden zu Rohmaterial in den

     lustvoll-dekonstruktiven Prozessen von Remix und Mashup, sie werden kuratierend aufbereitet und vor allem werden sie angesichts der medial gegebenen Möglichkeiten expotentiell verbreitet und massenhaft vervielfältigt.

    Die Lust daran, solche Bildlawinen loszutreten, Restriktionen und Urheberrechte zu überwinden und spielerisch zu umgehen; die Lust am kurzzeitigen Aufgehen in einer solchen Bildwoge durch die Teilhabe an Imitations- und Variationsprozessen prägt die Seh- und Gestaltungsgewohnheiten Jugendlicher. Und das bis heute noch weitgehend unbeachtet von einer schulbezogenen Kunstpädagogik –
    Zeitgenössische, jugendkulturelle Bildpraktiken, die im oben genannten Sinne auch von zentraler gesamtgesellschaftlicher Bedeutung zu sein scheinen, werden im Zuge eines explorativ ausgelegten Seminarkonzepts dokumentiert, analysiert und mit Blick auf ihre Relevanz für die kunstpädagogische Praxis diskutiert werden.“

    1 Franz Billmayer (2015): Das Ganze und nicht nur ein Teil. Visuelle Kultur als neue Orientierung. In: T. Meyer, G. Kolb (Hg.): What’s next? Art Education. München, S. 84 ff.

    2 Birgit Richard, Jan Grünwald, Marcus Recht, Nina Metz (2010): Flickernde Jugend- rauschende Bilder. Netzkulturen im Web 2.0. Campus Verlag, Frankfurt am Main

    3 Nicolas Bourriaud (2005): Postproduction. New York, Berlin (http://faculty.georgetown.edu/irvinem/theory/Bourriaud-Postproduction2.pdf) [18.06.2015]

    4 Ji-Hun Kim (2012): Netzbilder. Vor uns die Flut. De:Bug 17.07.2012. (http://de-bug.de/mag/netzbilder-vor-uns-die-flut/) [18.06.2015]

    5 Henry Jenkins (2015): What Art Educators Should Know About Participatory Culture. In: T. Meyer, G. Kolb (Hg.): What’s next? Art Education. München, S. 141 ff.

    6 Limor Shifman (2014): Meme – Kunst, Kultur und Politik im digitalen Zeitalter. Suhrkamp, Berlin

  • Virale Bilder. Eine kunstdidaktische Betrachtung des Online-Memes

    Virale Bilder. Eine kunstdidaktische Betrachtung des Online-Memes

    Das Seminar Virale Bilder. Eine kunstdidaktische Betrachtung des Online-Memes, das ich im kommenden Sommersemester an der Kunstakademie Münster halten werde, fragt nach den neuen Formaten und der spezifischen Bildästhetik, die durch ‚virale‘ Bilder im Netz geprägt wird.

    Welchen Einfluss haben diese auf die zeitgenössische Kunst und wie wiederum wirken die Methoden und Strategien der Avantgarde-Bewegungen des letzten Jahrhunderts in diesen neuen Bildformen nach?

    Ein Auszug aus dem Vorlesungsverzeichnis:

    „Naive MS Paint-Strichzeichnungen unterlegt mit lautmalerischen Kommentaren in weißen Blockbuchstaben? Haustiere im Strahlenkranz? Benebelte Kleinkinder? Selfie-Fails? Wem diese Aufzählung obskur, disparat oder nahezu unverständlich erscheint, dem ist die Meme-Kultur, die sich als spielerische Bildpraxis in den vergangenen Jahren im Internet entwickelte, ausbreitete und heute dort vom täglichen Nonsens bis zur politischen Teilhabe den Alltag Vieler mit bestimmt, vermutlich noch wenig präsent.

    Alle anderen wissen: ‚Cat Content‘ ist en vogue! (…)

    Was zeichnet diese Bilder aus, die zum neuen medialen Alltag Jugendlicher gehören und die gerade in ihrer unbegrenzten technischen Reproduzierbarkeit ihren Erkennungs- und Verbreitungswert finden? Wie verlaufen die Zyklen ihrer Produktion, Ausbreitung und Modifikation? Wie entwickeln diese Bilder ein unvorhersehbares ‚Eigenleben’ und zersetzen sich schließlich zu Referenzmaterial für den nächsten Hype?

    Ausgehend von diesen Fragen soll sich Rahmen des Seminars forschend mit der Relevanz dieser Online-Memes für die Sehgewohnheiten und Gestaltungsspielräume Jugendlicher beschäftigt werden. Dabei sollen kunstdidaktische Perspektiven im Vordergrund stehen, die es ermöglichen, die an diesen visuellen Phänomenen geschulte Bildkompetenz Jugendlicher produktiv in den Kunstunterricht Eingang finden zu lassen.“

  • Sammler, Fälscher, Kuratoren-  Jugendliche Bildstrategien im Netz.

    Sammler, Fälscher, Kuratoren- Jugendliche Bildstrategien im Netz.

    Ein kunstdidaktischer Blick auf das An- und Enteignen medialer Bilder

    Seminar im Wintersemester 2014/2015

    Kunstakademie Münster, Seminarleitung: Dr. Nina Spöttling-Metz

    „MySpace? Bitch please, Internet-Individualität erschaffen sich moderne Kids schon längst via Tumblr. Wichtigstes Zubehör bei der Identitätsproduktion: Das Bild.“ schreibt der Medienwissenschaftler Ji-Hun Kim in De:Bug[1]. Die sich verändernden Bild- und Stilstrategien Jugendlicher führen dabei jedoch nicht nur zu einer beständigen Neukontextualisierung visueller Inhalte im Netz, sondern auch zu der Notwendigkeit einer ‚Inventur’ der kunstdidaktischen Mehoden im Umgang mit netz-affinen Jugendlichen und ihrer spezifischen Rezeptions- und Produktionsstrtegien.

    Mit der gestiegenen Relevanz der Social Media lässt sich eine Entwicklung hin zu einer ‚kuratierenden‘ Praxis unter Jugendlichen beobachten, die von der medialen Struktur der Plattformen begünstigt bzw. bedingt ist.[2] Die individuelle und vermeintlich authentische Online-Äußerung des Einzelnen tritt dabei zunehmend gegenüber der spielerisch-eklektizistischen Neukontextualisierung von Bildmaterialien in den Hintergrund; einer visuellen Technik, die historisch gesehen aus dem künstlerisch-experimentellen Bereich stammt. So entfaltet sich das Spannungsfeld zwischen den ästhetischen Wirkungskreisen von populärer Kultur und Kunst, das sowohl inhaltlich als strukturell im Rahmen eines zeitgemäßen Kunstunterrichts produktiv aufgenommen werden kann.

    Es stellen sich damit aus einer didaktischen Blickrichtung heraus Fragen im Bezug auf die zeitgemäße Vermittlung von Kunst in der Arbeit mit jugendlichen ‚Digital Natives’: Wie findet die veränderte Bildkompetenz, mit der sich zukünftige Kunstpädagogen konfrontiert sehen, angemessen Eingang in die kunstpädagogische Praxis? Und wie verändert sich die Relevanz des Kontextes in dem Kunst passiert/gezeigt wird, angesichts der charakteristischen medialen An- und Enteignungsstrategien? Diese und weitere Fragen werden im Rahmen des Seminars verfolgt und erörtert werden. Neben der Auseinandersetzung mit den charakteristischen Medienformaten und der Bildnutzung Jugendlicher ist es dabei das Ziel der Veranstaltung, interessante Perspektiven für eine sowohl kritische als auch produktiv gestaltende Nutzung der Neuen Medien im Kunstunterricht zu entwickeln.

  • KUNST| KONSUM. Populäre Kultur als Grenzgängerin zwischen Vermarktung und Vermeidung

    Seminar im Wintersemester 2013/2014

    Institut Für Kunstpädagogik, Bereich Neue Medien, Goethe Universität Frankfurt am Main, Seminarleitung: Dr. Nina Spöttling-Metz

    jayz

  • Me, my Selfie and I. Das fotografische Selbstportrait im Zeitalter digitaler Vergemeinschaftung

    Selfie-DogSeminar im Sommersemester 2013

    Institut für Kunstpädagogik, Bereich Neue Medien, Goethe- Universität Frankfurt, Seminarleitung: Dr. Nina Spöttling-Metz

  • Weblog. Zwischen Werkstatt-, Forschungs- und Fake-Tagebuch

    Übung im Wintersemester 2012/2013

    Institut für Kunstpädagogik, Goethe-Uniersität Frankfurt am Main, Seminarleitung: Dr. Nina Spöttling-Metz

    AiWeiWei_20

    Der Blog als virtuelles Tagebuch, das sich einer mehr oder weniger klar definierten Öffentlichkeit präsentiert, erscheint als Medium der Selbstdarstellung gleichzeitig sehr effektiv und ambivalent. Welche Möglichkeiten gibt es, dieses Medium als Plattform eigener Alltagsbeobachtungen, künstlerischer Projektskizzen oder als Portfolio und Medium der Selbstdarstellung im Netz einzusetzen? Und welche Möglichkeiten gibt es darüber hinaus, die so gesuchte Öffentlichkeit alternativ zu nutzen und den über das Motiv des Tagebuchs erzeugten Mythos von Privatheit und Authentizität bewusst zu irritieren oder zu unterwandern?

    In der Übung Weblog werden die Grundlagen der Nutzung des Mediums Blog vermittelt. Dabei wird das Arbeiten mit den verschiedenen Medien wie Bild-, Video und Tondokumenten eingeübt.  Die mögliche Nutzbarkeit für den weiteren Verlauf des Studiums wird dabei ebenso im Blick behalten wie die Formen seiner alternativen Nutzung zu erkundet.

  • Keeping it Real. Das fotografische Bild als Medium zwischen Dokumentation und Inszenierung von Jugend

    Seminar im Sommersemester 2009,

    Institut für Kunstpädagogik, Goethe-Universität Frankfurt am Main, Seminarleitung: Dr. Nina Spöttling-Metz

    SS09

    Im Rahmen des Seminars Grundlagen des Gestaltens. Neue Medien wird ein Schwerpunkt auf die Frage nach der Ambivalenz von Dokumentation und Inszenierung im Bezug auf das fotografische Medium gelegt werden. Dabei ist vor alle die Darstellung des jugendlichen Lebensalters und die mit diesem verbundenen Bildkonventionen, bzw. deren Irritation und Variation von besonderem Interesse.

    Anhand der Arbeit der zeitgenössischen Fotografen Larry Clark, Wolfgang Tillmans und Ryan McGinley, die sich durch die künstlerische Auseinandersetzung mit jugendlichen Lebenswelten auszeichnen, wird dabei über die Inszenierung der biografischen Jugendphase in zeitgenössischer Fotografie nachgedacht und diskutiert werden.

    Auf diese Beschäftigung aufbauend werden in Rahmen dieses Grundlagenseminars eigenständig Konzepte fotografischer Projekte entwickelt, umzusetzt undpräsentiert werden.