Slop-Arts-Education? KI als neue Akteurin im Umgang mit Bildern

Das bin ich Anfang des Jahres 2023 beim Test des damals noch ganz neuen bildgenerierenden KI-Modells Dall-e. Der Prompt: ‘Ich als Cowboy.’

Aus heutigem Blick wirkt das schon vergleichsweise ‚vintage‘ und irgendwie auch harmlos, angesichts der so offensichtlichen Collagiertheit des Bildes. 

Wie wird aber der massiv generierte, oft ästhetisch oder inhaltlich redundante AI-‚Slop’ in Sozialen Medien, der mit den Möglichkeiten in den Vordergrund drängt, die das neue Sora (OpenAI) und die Plattform Vibes (Meta) bieten, unsere kulturelle und politische Landschaft verändern? (🔜 Gefragt von mir mit einer gewissen Dringlichkeit, angesichts der AI-Video-Faszination des gegenwärtigen Weißen Hauses).

Mich interessiert „Slop“ vor allem als Ausdruck einer Überproduktionsästhetik: 
Ist Slop das kulturelle Äquivalent zur industriellen Massenware im Zeitalter des Spätkapitalismus (siehe Horkheimer, Adorno)- etwas, das die Bedeutsamkeit von Handgemachtem, Materiellem, tatsächlich Erfahrenem kontrastiert und damit unwillkürlich letztendlich aufwertet? 

Wie gestaltet sich in Zukunft das Verhältnis von kuratierenden und algorithmischen Positionen?
Wird es zum Beispiel sowas wie ‚Post-Slop-Art‘ geben?

Und wie arrangiert sich letztlich Kunstpädagogik mit dem Moment der Aushandlung mit KI als ästhetischer Akteurin?