KUNST. TRASH. ALLTAG. Eine Erkundung zeitgenössischer Bildästhetiken im Netz

Seminar im Wintersemester 2017/2018 am Institut für Kunstpädagogik der Goethe Universität Frankfurt, Bereich Neue Medien

Im Jahr 1967 erschien mit The Medium is the Massage [Message] von Marshall McLuhan, ein wegbereitender Schlüsseltext der Medientheorie.

Er Argumentiert in diesem, dass es für ein angemessenes Verständnis davon, was mediale Neuerungen für soziale wie individuelle Befindlichkeiten bedeuten, nicht ausreichend sei, sich nur mit den medial vermittelten Inhalten zu beschäftigen. Technologische Umwälzungen veränderten stattdessen die menschliche Wahrnehmung strukturell und wirkten sich damit massiv auf das Bewusstsein und das Weltverständnis des Einzelnen aus. McLuhan formuliert in diesem Sinne: „Wir formen unsere Werkzeuge, und dann formen die Werkzeuge uns.“

Diese Thesen McLuhans scheinen in den letzten Jahren, angesichts der Bedeutung, die das Internet durch mobile Geräte und Soziale Online-Netzwerke auf nahezu alle Lebensbereiche hat, nur noch an Relevanz gewonnen zu haben. Aber was bedeutet das für die Wahrnehmung und den Umgang mit medialen Bildern für uns als Beobachtende und Gestaltende?

Im Zuge des Seminars soll auf explorative Art und Weise der Versuch unternommen werden, McLuhans Thesen in der Auseinandersetzung mit zeitgenössischen Medien und den durch das Internet geprägten spezifischen Bildkonventionen zu kontextualisieren.